Ja. Ultraschall-Durchflussmesser mit einem Messpfad erfassen typischerweise die Strömungsgeschwindigkeit in der Mitte der Rohrleitung und berechnen daraus mithilfe eines „mittleren Geschwindigkeitskoeffizienten“ die mittlere Strömungsgeschwindigkeit über den Rohrleitungsquerschnitt. Dieser Koeffizient basiert auf der Annahme einer voll ausgebildeten Strömung (bei der die Geschwindigkeit einer logarithmischen Verteilung folgt). In Rohrleitungen mit großem Durchmesser hingegen, wenn die Durchflussrate niedrig ist (bei laminaren oder turbulenzarmen Bedingungen mit einer Reynolds-Zahl < 2300), ähnelt die Geschwindigkeitsverteilung eher einer Parabel. Dadurch erhöht sich der Umrechnungsfehler von Ultraschall-Durchflussmessern mit einem Messpfad (von der Mittengeschwindigkeit zur mittleren Geschwindigkeit) von ±1 % auf über ±3 %.
Veröffentlichungsdatum: 25. September 2025