Das am weitesten verbreitete Standardverfahren zur Übertragung analoger elektrischer Größen in der Industrie ist die Übertragung analoger Größen mit einem Gleichstrom von 4 bis 20 mA. Der Grund für die Verwendung dieses Stromsignals liegt in seiner Unempfindlichkeit gegenüber Störungen und dem unendlichen Innenwiderstand der Stromquelle. Der Reihenwiderstand der Leitungen in der Schleife beeinträchtigt die Genauigkeit nicht, und die Übertragung kann über Hunderte von Metern mit herkömmlichen verdrillten Adernpaaren erfolgen. Die Obergrenze von 20 mA ergibt sich aus den Anforderungen an den Explosionsschutz: Die durch einen Strombruch von 20 mA erzeugte Funkenenergie reicht nicht aus, um Gas zu entzünden. Die Untergrenze ist nicht auf 0 mA festgelegt, um Leitungsbrüche zu erkennen: Im Normalbetrieb liegt der Strom nicht unter 4 mA. Wenn die Übertragungsleitung aufgrund eines Fehlers unterbrochen wird und der Schleifenstrom auf 0 abfällt, wird häufig ein Alarmwert von 2 mA für den Leitungsbruch festgelegt.
Veröffentlichungsdatum: 29. August 2022