1) Elektromagnetische Durchflussmesser benötigen ein gerades Rohr, das kürzer ist als das von Ultraschall-Durchflussmessern. Da am Installationsort für elektromagnetische Durchflussmesser möglicherweise kein gerades Rohr vorhanden ist, ist vor Ort zu prüfen, ob die Messposition die Anforderungen für ein gerades Rohr für Ultraschall-Durchflussmesser erfüllt. Falls nicht, muss ein möglichst nahes gerades Rohr gewählt werden, um die Messposition des Ultraschall-Durchflussmessers anzupassen. Andernfalls sind die Ergebnisse eines Vergleichs nicht korrekt.
2) Prüfen Sie, ob die Einbauposition des elektromagnetischen Durchflussmessers den Anforderungen des Flüssigkeitsdurchflusses entspricht (z. B. Leitfähigkeit der Flüssigkeit, Einbauort im unteren Bereich der Rohrleitung, mögliche Blasenbildung usw.). Falls nicht, weisen Sie den Benutzer darauf hin, dass dies die Ursache des Problems sein könnte.
3) Elektromagnetische Durchflussmesser eignen sich gut zur Messung des Durchflusses leitfähiger Flüssigkeiten. Ihre Messgenauigkeit ist sehr hoch und liegt üblicherweise bei 0,5 %, idealerweise bei 0,2 %. Dabei sollte man auf den Hersteller des Durchflussmessers achten. Bei Markenprodukten, die fehlerfrei installiert sind und deren Flüssigkeitsleitfähigkeit den Anforderungen entspricht, ist der Messwert mit Vorsicht zu genießen. Bei Produkten weniger bekannter Hersteller kann man hingegen aufgrund der Stabilität des elektromagnetischen Feldes und der Fehlergröße vorsichtig sein.
4) Ermitteln Sie den Materialzustand der Rohrleitung, insbesondere das Vorhandensein von Ablagerungen, Kesselstein und anderen Phänomenen sowie die relevanten Rohrleitungsparameter. Polieren Sie die Rohrleitung vor der Installation des Ultraschallsensors und wählen Sie nach Möglichkeit die Z-Methode für Messung und Vergleich.
5) Die Leitfähigkeit der mit dem Ultraschall-Durchflussmesser messbaren Flüssigkeit wird nicht beeinflusst. Ist der Ultraschallwert stabil, während der elektromagnetische Wert im Vergleich instabil ist, deutet dies darauf hin, dass die Leitfähigkeit des gemessenen Mediums im Grenzbereich liegt und nicht durch Gase in der Flüssigkeit verursacht wird. In diesem Fall ist der Messwert des Ultraschall-Durchflussmessers verlässlich. Sind beide Werte gleichzeitig instabil, ist die Wahrscheinlichkeit für Blasenbildung erhöht.
6) Bei elektromagnetischen Durchflussmessern muss die zu messende Flüssigkeit das gleiche Potenzial wie Erde aufweisen. Andernfalls treten starke Messstörungen auf. Bei fehlerhafter oder unzureichender Erdung (die Anforderungen an die Erdung elektromagnetischer Durchflussmesser sind komplexer und strenger) kann es zu Problemen kommen. Überprüfen Sie daher unbedingt die Erdung. Im Vergleich dazu ist bei Ultraschall-Durchflussmessern kein Potenzialunterschied zur Flüssigkeit erforderlich. Bei fraglicher Erdung liefert der Ultraschall-Durchflussmesser korrekte Messwerte.
7) Bei Vorhandensein von elektrischen und magnetischen Störfeldern in der Nähe ist der Einfluss des Ultraschall-Durchflussmessers geringer als der des elektromagnetischen Durchflussmessers, und die Zuverlässigkeit der Ultraschallanzeigewerte ist größer als die des elektromagnetischen Durchflussmessers.
8) Befindet sich in der Rohrleitung eine Störschallquelle (z. B. der Schall eines großen Differenzdruckregelventils), so ist der Einfluss auf Ultraschall weitaus größer als auf elektromagnetische Signale, und die Zuverlässigkeit des elektromagnetischen Anzeigewerts ist größer als die des Ultraschalls.
Veröffentlichungsdatum: 15. Juli 2022