Der RS485-Kommunikationsanschluss ist eine Hardware-Schnittstelle. Er ist als Bus-Topologie aufgebaut, an den maximal 32 Geräte angeschlossen werden können. In RS485-Netzwerken wird üblicherweise die Master-Slave-Kommunikation verwendet, d. h. ein Host hat mehrere Slaves. In den meisten Fällen werden RS485-Verbindungen einfach mit einem verdrillten Adernpaar an die A- und B-Anschlüsse jeder Schnittstelle angeschlossen. Diese Datenübertragung erfolgt im Halbduplex-Modus. Ein Gerät kann entweder Daten senden oder empfangen. Nach der Einrichtung der Hardware-Schnittstelle muss zwischen den sendenden Geräten ein Datenprotokoll vereinbart werden, damit die empfangenden Geräte die Daten verarbeiten können. Dies ist der Begriff „Protokoll“. Das Kommunikationsprotokoll hat ein einheitliches Standardformat, und unsere Produkte verwenden alle das Standard-Modbus-RTU-Protokoll. Die maximale Kommunikationsdistanz über RS-485 beträgt etwa 1219 m. Bei niedriger Geschwindigkeit, kurzen Distanzen und ohne Störungen kann eine gewöhnliche verdrillte Zweidrahtleitung verwendet werden. Im Gegensatz dazu muss bei hoher Geschwindigkeit und langen Übertragungsstrecken ein impedanzangepasstes (in der Regel 120 Ω) RS485-Spezialkabel verwendet werden. In Umgebungen mit starken Störungen sollte außerdem ein geschirmtes, armiertes verdrilltes Zweidrahtkabel verwendet werden.
Veröffentlichungsdatum: 22. Juli 2022