Welchen Messbereich und welches Regelverhältnis hat das Gerät?
Der Messbereich ist die Differenz zwischen der oberen und unteren Grenze des Nennmessbereichs eines Messgeräts. Ist die untere Messgrenze null, entspricht der maximal messbare Wert der physikalischen Größe dem Messbereich. Beispielsweise ist der Messbereich eines Amperemeters der maximal messbare Stromwert. Das Regelverhältnis ist das Verhältnis des maximalen zum minimalen Messbereich eines Messgeräts. Ein großes Regelverhältnis bietet mehr Spielraum für Anpassungen. Bei sich ändernden Prozessbedingungen lässt sich der Messbereich des Messumformers einfach ändern, ohne das Gerät austauschen zu müssen. Dies reduziert die Anzahl der vorrätigen Ersatzgeräte, was die Verwaltung vereinfacht und finanzielle Engpässe vermeidet. Daher ist das Regelverhältnis eines Messumformers ein sehr wichtiger technischer Indikator. Bei der Auswahl eines Messgeräts ist jedoch nicht automatisch ein größeres Regelverhältnis gleichbedeutend mit besserer Leistung. Auch der Betriebsbereich spielt eine Rolle. Beispielsweise sollte bei einem Druckmessumformer mit einem Messbereich von 0–250 kPa und einem tatsächlichen Messdruck von 60 kPa der Messbereich 0–100 kPa betragen. Dieser Messbereich entspricht dem Betriebsbereich. Beträgt das Regelverhältnis dieses Druckmessumformers 10:1, so bedeutet dies, dass der minimale Betriebsbereich, der die Genauigkeit des Messumformers gewährleistet, 0–25 kPa beträgt. Ist der Betriebsbereich kleiner, sinkt die Genauigkeit des Instruments. Liegt der Betriebsbereich hingegen zwischen 0–25 kPa und 0–250 kPa, ist die Genauigkeit gewährleistet. Daher sollten Betriebsbereich und maximaler Messbereich nicht zu stark voneinander abweichen, da sonst die Genauigkeit des Instruments beeinträchtigt wird. Bei Kaltwasserzählern ist das Regelverhältnis das Verhältnis von Nenndurchfluss (Q3) zu Mindestdurchfluss (Q1) und kann auch durch den Buchstaben „R“ gefolgt von einer Zahl dargestellt werden.
Veröffentlichungsdatum: 13. April 2025