Angesichts der aktuellen Situation im Wassermanagement – unzureichende Wasserversorgungskapazitäten, schwache Anlagenverwaltung, mangelhafte Überwachungssysteme, veraltete Service- und Betriebs- und Wartungsmethoden sowie ein niedriger Digitalisierungsgrad – haben viele Wasserversorgungsunternehmen begonnen, intelligente Wasserinfrastrukturplattformen aufzubauen. Dazu gehören Basisnetzwerkplattformen, einheitliche Nachrichtenplattformen, einheitliche GIS-Plattformen, Rechenzentrumsplattformen und weitere unterstützende Plattformen. Zusätzlich werden vier Anwendungsplattformen für Produktion, Rohrleitungsnetz und Kundenservice sowie zwei unterstützende Systeme zur Gewährleistung der Informationssicherheit und zur Einhaltung von Informationsstandards implementiert.
Im Hinblick auf das Gesamtmanagement gilt es, die Fähigkeit zur Bereitstellung von Datenprodukten und -dienstleistungen zu verbessern und ein grundlegendes Big-Data-Analysesystem einzurichten; außerdem soll der Aufbau eines intelligenten Leitzentrums verbessert werden, um den umfassenden Anforderungen der Einsatzleitung, der Notfallsteuerung, der Entscheidungsfindung, der Bilddarstellung und anderer Aspekte gerecht zu werden.
Im Hinblick auf die externe Schnittstelle soll die Zusammenarbeit mit den zuständigen Regierungsstellen gestärkt werden, um die soziale Stabilität und die Entwicklung der Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu gewährleisten und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen in den Bereichen Wasserversorgungssicherheit, Überschwemmungsbekämpfung, Abwasserbehandlung und Notfallmanagement sicherzustellen.
Hauptinhalt des Aufbaus einer intelligenten Wasserinformatisierung
1. Intelligente Produktion
1. SCADA-System: Das SCADA-System umfasst die Überwachung des gesamten Prozesses von der Wasserquelle bis zum Abwasserauslauf. Mithilfe von Online-Datenerfassungsgeräten realisiert das SCADA-System die vollständige Prozessüberwachung von der Wasserquelle über die Wasseraufbereitung, -verteilung und -nutzung bis hin zur Kläranlage und dem Abwasserauslauf. Es liefert zuverlässige Daten für den Betrieb, die Produktion und die umfassende Planung von Unternehmen. Dadurch wird eine ausgewogene und wirtschaftliche Einsatzplanung der Wasserversorgungsunternehmen ermöglicht.
2. Automatisierungssystem
Das automatische Steuerungssystem der Wasseraufbereitungsanlage nutzt ein fortschrittliches Automatisierungssystem, um die Wasserproduktion auch bei geringem Personalaufwand zu gewährleisten. Die digitale 3D-Simulation umfasst die Simulation von Produktionsabläufen und Rohrleitungsanlagen und gewährleistet so den sicheren Betrieb und die Instandhaltung der Anlage. Das Inspektions- und Anlagenmanagementsystem unterstützt die effiziente Verwaltung des gesamten Lebenszyklus der Anlagenkomponenten. Es umfasst die Betriebsführung, die Instandhaltung, die Überwachung des Energieverbrauchs und die Analyse von Energieeinsparungen, die Echtzeitüberwachung und -analyse von Energieverbrauchskennzahlen sowie die Entscheidungsfindung, Planung, Terminierung, Prozessoptimierung, Fehlerdiagnose, Datenmodellierung und -analyse für die Produktion und den Betrieb der Anlage.
3. Geräteverwaltungssystem
Das Anlagenmanagementsystem realisiert die Informationsverwaltung für tägliche Wartung, Inspektion und Instandhaltung. Gleichzeitig erfasst, klassifiziert, fasst und analysiert es multidirektionale Daten und etabliert eine programmierte, institutionalisierte, standardisierte und intelligente Big-Data-Analyse- und -Anzeigeplattform, die einen schnellen Überblick über den Betriebszustand jeder Anlage im Wasserwerk ermöglicht.
2. Intelligentes Management
1. GIS
Mithilfe der GIS-Technologie wird eine umfassende Informationsplattform für die Verwaltung, Planung, Betriebsanalyse, Instandhaltung, Inspektion und Reparatur von Wasserversorgungsrohrnetzen geschaffen, um das immer größer werdende Wasserversorgungsrohrnetz zu verwalten und die Entscheidungsfindung der Wasserversorgungsunternehmen zu unterstützen.
2.DMA
Das Informationssystem zur Optimierung des Produktions- und Absatzmengenmanagements wurde eingerichtet, um die gemeinsame Nutzung von Informationsressourcen zu ermöglichen. Die Produktions- und Absatzlücke wird mithilfe technischer Maßnahmen wie Zonenmessung und Leckagekontrolle auf einem angemessenen Niveau gehalten. 3. Hydraulisches Modell: Es wird ein hydraulisches Modellsystem eingeführt, um die Anwendung in den Bereichen Planung, Konstruktion, Umbau und tägliches Management von Rohrleitungsnetzen zu verbessern. Auf Basis des hydraulischen Modells wird ein wissenschaftliches Terminmanagementsystem etabliert und Fachmodelle, beispielsweise zur Wasserqualität und zum Druck, erstellt.
(3) Intelligenter Service
1. Marketingsystem
Auf der Grundlage der bestehenden Datenbank des Wasserversorgungsunternehmens zur Verwaltung der Geschäftsgebühren für die Wasserversorgung, eng verknüpft mit dem Geschäftsprozess der Verwaltung der Marketinggebühren für die Wasserversorgung, wird ein modernes Wassermarketing-Managementsystem aufgebaut, das Geschäftsgebühren, Informationsstatistik und umfassendes Management integriert, um eine wissenschaftliche und präzise Verwaltung des Geschäftsgebühren- und Marketingsystems zu realisieren.
2. Anwendungssystem
Das Anwendungssystem ist Teil des Geschäftsmanagementsystems des Wasserversorgungsunternehmens und ermöglicht die dynamische Verwaltung der technischen Dateneingabe, der Vermessung und Planung, der Zeichnungserstellung und gemeinsamen Prüfung, des Budgets und der Endabrechnung sowie des Baus und der Fertigstellung.
3. Rufen Sie das System an.
Um die Servicequalität zu verbessern, die praktischen Probleme der breiten Masse zu lösen und ein positives Serviceimage aufzubauen, ist es notwendig, mithilfe fortschrittlicher Callcenter-Technologie und Managementmethoden ein spezielles Kundenservicecenter einzurichten. Dieses Kundenservicecenter ist zuständig für die Bearbeitung von Geschäftsanfragen, Tarifauskünften, Selbstbedienungszahlungen, Reparaturabwicklung, Kundenbeschwerden, automatischen Zahlungen und weiteren Dienstleistungen. Zudem gewährleistet es die wissenschaftliche und standardisierte Verwaltung externer Dienstleistungen verschiedener Abteilungen. Dadurch werden die Probleme des bisherigen Servicemodells, wie unstrukturierte Arbeitsabläufe, unzureichende Ressourcenverteilung und nicht standardisiertes Servicemanagement, effektiv behoben.
(4) Umfassendes System
1. Das OA-System
Als internes, kollaboratives Büroverwaltungssystem des Wasserversorgungsunternehmens digitalisiert das OA-System alle täglichen Arbeitsprozesse der Mitarbeiter und ermöglicht ein papierloses Büro. Es umfasst alle täglichen Abläufe der Abteilungen, darunter Finanzen, Personal, Technik und Logistik. Zu seinen Funktionen gehören die abteilungsübergreifende Kommunikation, E-Mail-Verkehr, Nachrichtenübermittlung, Dokumentenmanagement, Personalverwaltung, Zeiterfassung und Prozessmanagement.
2. Portal-Website
Als Aushängeschild des Unternehmens dient das Portal als zentrale Informationsplattform mit Funktionen zur Informationsverbreitung und mehrstufigen Darstellung. Die Unternehmenswebsite sollte regelmäßig über Neuigkeiten zur städtischen Wasserversorgung, Ankündigungen von Wasserunterbrechungen usw. informieren, um Aktualität und Transparenz der internen Arbeitsprozesse zu gewährleisten.
3. Unterstützung bei der Entscheidungsfindung
Als Submodul der einheitlichen Plattform bietet das Hilfsentscheidungssystem den zuständigen Mitarbeitern Unterstützung. Die Plattform ist über einen Enterprise Service Bus (ESB) mit anderen Systemen verbunden und bildet nach ETL-Datenverarbeitung, -filterung und -konvertierung ein Datenzentrum. Auf Basis dieses Datenzentrums erstellt das Hilfsentscheidungssystem mithilfe von Datenanalyse und Algorithmen einen BI-Visualisierungsbericht und visualisiert die Ergebnisse der Entscheidungsunterstützung in Diagrammen, Grafiken, Berichten und anderen Darstellungsformen.
4.LIMS
Ein Laborinformationsmanagementsystem (LIMS) besteht aus Computerhardware und Anwendungssoftware und ermöglicht die Erfassung, Analyse, Berichterstellung und Verwaltung von Labordaten und -informationen. Basierend auf dem Geräte-LAN ist das LIMS speziell für die Gesamtumgebung eines Labors konzipiert. Es handelt sich um ein effizientes, integriertes System, das Datenerfassungsgeräte, Datenkommunikationssoftware und Datenbankverwaltungssoftware umfasst. Im Zentrum steht das Labor, dessen Geschäftsprozesse, Umgebung, Personal, Instrumente und Geräte, chemische Reagenzien, Standardmethoden, Dokumentation, Projektmanagement, Kundenmanagement und weitere Faktoren organisch miteinander verknüpft sind.
Auf Grundlage des Prinzips „Gesamtplanung, schrittweise Umsetzung“ errichtet das intelligente Wassersystem eine integrierte Management- und Betriebsplattform für intelligente Wasserversorgungsunternehmen. Durch den Aufbau intelligenter Wasserinfrastruktur verbessert es die Entscheidungsfindung und die Anwendung von Dienstleistungen im Wassermanagement und steigert so die Managementfähigkeit, die Wirtschaftlichkeit und das Serviceniveau der Wasserwerke. Dadurch wird der sozioökonomische Wert bestehender Wasserwerke erhöht. Der Fokus liegt auf dem Bau und Betrieb von städtischen Wasserversorgungsleitungen, Geoinformationssystemen, DMA (District Management System), Anlagenmanagementsystemen, Wasserqualitätsinformationssystemen und anderen Aspekten. Die Projektentwicklung und die intelligente Anwendung werden koordiniert und eng integriert, um eine Demonstrationsbasis für den Bau intelligenter Wasserinfrastruktur und ein Sicherheitssystem für intelligente Wasseranwendungen zu schaffen. Dies bildet die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Umwelt.
Veröffentlichungsdatum: 13. November 2023