Elektromagnetische DurchflussmesserElektromagnetische Durchflussmesser werden aufgrund ihrer hohen Genauigkeit, des geringen Wartungsaufwands und des Fehlens beweglicher Teile häufig in der industriellen Durchflussmessung eingesetzt. Sie eignen sich jedoch nicht für jede Anwendung. In diesem Artikel werden wir Szenarien erörtern, in denen elektromagnetische Durchflussmesser möglicherweise nicht die beste Wahl darstellen, und Ihnen so bei der Auswahl des am besten geeigneten Messgeräts helfen.
1. Die zu messende Flüssigkeit muss leitfähig sein.
Elektromagnetische Durchflussmesser funktionieren nach dem Faradayschen Induktionsgesetz, das eine bestimmte elektrische Leitfähigkeit der gemessenen Flüssigkeit voraussetzt. Typischerweise sollte die Leitfähigkeit der Flüssigkeit größer sein als …5 μS/cm(Mikrosiemens pro Zentimeter); andernfalls ist die induzierte Spannung für eine genaue Messung zu schwach.
Ungeeignete Szenarien:
- Reines Wasser, deionisiertes Wasser
- Erdölprodukte (z. B. Benzin, Diesel)
- Hochisolierende organische Lösungsmittel (z. B. Ether, Benzol)
2. Nicht geeignet für Gas, Dampf oder vollständig trockene Feststoffe
Da elektromagnetische Durchflussmesser für eine stabile Messung eine vollständig mit Flüssigkeit gefüllte Rohrleitung voraussetzen, können sie nicht für Durchflussmessungen von Gasen, Dampf oder vollständig trockenen Feststoffen verwendet werden.
Ungeeignete Szenarien:
- Druckluft- und Erdgasdurchflussmessung
- Dampfdurchflussmessung
- Trockene Pulver oder körnige Materialien (z. B. Zement, Getreide)
3. Korrosive oder hochtemperierte Flüssigkeiten können die Lebensdauer des Sensors beeinträchtigen.
Obwohl elektromagnetische Durchflussmesser mit korrosionsbeständigen Auskleidungen (z. B. PTFE) und Elektroden (z. B. Hastelloy, Tantal) ausgestattet werden können, können bestimmte extreme Umgebungsbedingungen die Stabilität und Lebensdauer der Geräte dennoch beeinträchtigen. Starke Säuren, starke Basen oder Hochtemperaturflüssigkeiten können die Alterung oder Beschädigung der Sensoren beschleunigen.
Ungeeignete Szenarien:
- Hochkonzentrierte Schwefelsäure, Fluorwasserstoffsäure und andere stark korrosive Flüssigkeiten
- Flüssigkeiten mit Temperaturen, die die Materialtoleranz überschreiten (z. B. >180 °C)
4. Niedrige Durchflussraten oder blasenhaltige Flüssigkeiten können die Stabilität beeinträchtigen.
Elektromagnetische Durchflussmesser haben Schwierigkeiten, niedrige Durchflussmengen (normalerweise unter 100 mbar) zu messen.0,1 m/sEine genaue Messung ist schwierig, da die induzierte Spannung schwach und störanfällig ist. Enthält die Flüssigkeit zudem eine größere Menge an Luftblasen, kann das Signal instabil werden, was die Messgenauigkeit beeinträchtigt.
Ungeeignete Szenarien:
- Messungen von Flüssigkeiten mit sehr geringem Durchfluss (z. B. Sickerwasser, Chemikaliendosierung bei geringem Durchfluss)
- Flüssigkeiten mit hohem Gasgehalt (z. B. frisch gemischte chemische Lösungen, lufthaltiges Abwasser)
5. Umgebungen mit starker elektromagnetischer Interferenz
Elektromagnetische Durchflussmesser reagieren empfindlich auf externe elektromagnetische Störungen. Befindet sich der Installationsort in der Nähe von großen Motoren, Frequenzumrichtern oder Hochspannungsleitungen, kann dies die Stabilität der Messungen beeinträchtigen.
Ungeeignete Szenarien:
- In der Nähe von Umspannwerken oder Hochspannungsleitungen
- Umgebungen mit starken Magnetfeldern (z. B. große Motoren, Schweißgeräte)
Fazit: Wie wählt man den richtigen Durchflussmesser aus?
Wenn Ihre Anwendung die folgenden Bedingungen erfüllt, kann ein elektromagnetischer Durchflussmesser eine ausgezeichnete Wahl sein:
✅ Die Flüssigkeit ist flüssig und besitzt eine ausreichende Leitfähigkeit.
✅ Die Temperatur und Korrosivität der Flüssigkeit liegen innerhalb des Toleranzbereichs des Messgeräts.
✅ Das Rohr ist vollständig mit Flüssigkeit gefüllt, und die Durchflussrate ist nicht zu gering.
✅ Die Installationsumgebung ist frei von signifikanten elektromagnetischen Störungen
Veröffentlichungsdatum: 03.03.2025