Zunächst muss man sich mit den Gegebenheiten der Messleitung vertraut machen, z. B. mit dem Verlauf der Leitung, ob es Abzweigleitungen gibt und ob die Installation der beiden Durchflussmesser den Anforderungen entspricht.
Machen Sie sich mit dem Zustand des Messmediums vertraut. Flüssigkeitsverdampfung und Blasenbildung beeinträchtigen beide Durchflussmesser. Achten Sie außerdem auf den Verschmutzungsgrad des Messmediums. Verschmutztes Medium kann sich im Langzeitbetrieb an den elektromagnetischen Elektroden ablagern und so zu Messfehlern oder sogar Messausfällen führen. Bei extern geklemmten Ultraschall-Durchflussmessern ist der Einfluss verschmutzter Medien geringer als bei elektromagnetischen Durchflussmessern, da die Ultraschallwellen nicht mit dem Medium in Kontakt kommen.
Die Leitfähigkeit des zu messenden Fluids muss verstanden werden. Änderungen der Prozessparameter oder Betriebsabläufe können zu einer Änderung der Fluidleitfähigkeit führen (wie beispielsweise in einigen pharmazeutischen Fabriken). Dies beeinflusst das elektromagnetische Durchflussmessgerät, nicht aber das Ultraschall-Durchflussmessgerät, was zu unterschiedlichen Messergebnissen führt.
Verstehen Sie die Prozessparameter des Fluids an den Messpositionen der beiden Durchflussmesser, insbesondere die Temperatur. Da beide den Volumenstrom messen und in der Regel keine Temperaturkompensation besitzen, obwohl sie zur Messung in Reihe geschaltet sind, führt eine Temperaturdifferenz aufgrund der Entfernung oder der Prozessabläufe zu einer Volumenänderung aufgrund der Dichteänderung. Dadurch unterscheiden sich die Volumenströme. Selbst wenn die Messergebnisse beider Geräte korrekt sind, stimmen sie nicht überein (Hinweis: Die Volumenströme unterscheiden sich, während die Massenströme gleich sind).
Veröffentlichungsdatum: 30. April 2025