Das Haftmittel ermöglicht die zuverlässige Übertragung von Ultraschallwellen zwischen dem Wandler und der Kontaktfläche zur Rohrwand. Für dauerhafte (feste) und vorübergehende (mobile) Installationen werden unterschiedliche Haftmittel benötigt. Für dauerhafte Anwendungen eignen sich in der Regel Araldit- und ungefüllte Epoxidharze (Füllstoffe streuen Ultraschallwellen). Fest installierte Haftmittel müssen regelmäßig überprüft werden. Die Prüfintervalle werden vom Hersteller je nach Produkttyp vorgegeben. Die Diagnosefunktion des Ultraschall-Durchflussmessers zeigt an, wann ein Austausch erforderlich ist. Für vorübergehende Anwendungen eignen sich beispielsweise Silikonfett oder Achsenfett. Um ein Austrocknen zu verhindern, empfiehlt es sich, jeweils ein 3 bis 4 mm dickes und ca. 5 mm großes Haftmittel herzustellen, es entlang der Achse des Wandlers aufzutragen und anschließend an die Rohrwand anzudrücken. Vor der Entsorgung des Haftmittels sind folgende Vorbehandlungsmaßnahmen und Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:
1. Die Außenwand des Rohrs, in dem der Wandler installiert ist, muss stets sauber und fettfrei sein. Falls eine Beschichtung oder andere Deckschicht vorhanden ist, muss diese entfernt werden, insbesondere solche Deckschichten, die Fasern und Metallgewebe enthalten.
2. Bei der Bearbeitung der Rohrwand ist es notwendig, den ursprünglichen Umfang des Rohres beizubehalten und die Oberfläche des Wandlers parallel zur axialen Richtung des Rohres auszurichten, da ein Fehler von 1 Grad die Länge des akustischen Weges um 1 bis 2 % verändern kann.
3. Den Kupplungskleber nicht übermäßig auftragen. Bei der Handhabung ist äußerste Vorsicht geboten, um ein übermäßiges Ausbreiten zu verhindern und ein Vermischen des Kupplungsklebers mit der Luft zu vermeiden.
4. In einer Umgebung mit Staub und Flockungsmitteln ist besonders darauf zu achten, dass keine anderen Verunreinigungen beigemischt werden, da Staub und Flockungsmittel die Kopplungswirkung verringern und das Kopplungsmittel leicht austrocknen können.
5. Falls die Rohrwand Unebenheiten aufweist, tragen Sie ausreichend Haftvermittler auf, um diese zu füllen und einen durchgehenden Schallweg herzustellen. Bei Kunststoffrohren bürsten Sie die Oberfläche leicht an, um eine ausreichende Haftung des Haftvermittlers, z. B. Epoxidharz, zu gewährleisten.
6. Achten Sie bei der Auswahl und Anwendung der Kupplung auf die jeweiligen Temperaturbedingungen und konsultieren Sie den Kupplungslieferanten bei anormalen Betriebsbedingungen.
7. Wasserbasierte Kupplungen verdampfen bei hohen Temperaturen, gefrieren bei niedrigen Temperaturen und verändern ihre Eigenschaften; ölbasierte Kupplungen fließen bei hohen Temperaturen, und einige Kupplungen verändern ihre Leistungsfähigkeit bei niedrigen Temperaturen.
8. Bei niedrigen Temperaturen (wie z. B. flüssigem Sauerstoff, flüssigem Stickstoff usw.) können Kupplungsstücke aus Metall Indium ausgewählt werden.
9. Bei höheren Temperaturen (130 °C bis 200 °C) können Metall-Blei-Serienkupplungsbleche ausgewählt werden.
10. Bei hohen Temperaturen (200 °C bis 400 °C) können Sie ein Kupplungsstück aus Metallsilber wählen.
11. In feuchter oder Unterwasserumgebung können spezielle Kupplungsstücke aus synthetischem Gummi eingesetzt werden.
Veröffentlichungsdatum: 05.11.2024