Elektromagnetische Durchflussmesser benötigen leitfähige Flüssigkeiten, wie z. B. Leitungswasser, Industrieabwasser, häusliches Abwasser, Schlamm usw.
Bei der Messung mit dem elektromagnetischen Durchflussmesser ist zu beachten, dass die Flüssigkeit keine Blasen enthalten darf, da Blasen im Medium die Messergebnisse beeinflussen.
Es gibt zwei mögliche Ursachen für Blasen in einer Flüssigkeit: 1. Einatmen von Fremdkörpern; 2. Das in der Flüssigkeit gelöste Gas (Luft) bildet eine freie Blase. Enthält die Flüssigkeit eine große Blase, kann diese beim Durchströmen der Elektrode deren gesamte Oberfläche bedecken, wodurch der Eingangssignalkreis kurzzeitig unterbrochen wird und das Ausgangssignal schwankt.
Identifizierungsmethode: Die einfachste Identifizierungsmethode besteht darin, den Erregerstromkreis des Magnetfelds bei Erschütterungen abzuschalten. Zeigt das Gerät dann weiterhin instabile Werte an, ist dies meist auf Luftblasen zurückzuführen. Eine Messung des Elektrodenwiderstands mit einem Zeigermultimeter kann in diesem Moment einen überdurchschnittlich hohen Schleifenwiderstand zur Elektrode ergeben. Diese Prüfung basiert jedoch auf langjähriger Erfahrung und den von Fachleuten gesammelten Daten.
Lösung: Falls sich Luft im Messmedium befindet und diese durch die Installationsposition verursacht wird, beispielsweise weil der elektromagnetische Durchflussmesser am höchsten Punkt des Rohrsystems installiert ist und gespeichertes Gas oder extern angesaugte Luft zu Vibrationen des Durchflussmessers führt, ist die beste Lösung, die Installationsposition zu ändern, z. B. an den niedrigsten Punkt der Rohrleitung oder durch die Verwendung eines U-förmigen Rohrsystems.
Bei vielen Anwendungen handelt es sich jedoch um große Kaliber oder die Einbauposition lässt sich nicht einfach ändern. Daher wird empfohlen, den Durchflussmesserkollektor und das Ablassventil stromaufwärts zu installieren. Nach der Installation der Ablassvorrichtung ist die Messung wieder normal.
Veröffentlichungsdatum: 03.03.2024