Zahnrad-Durchflussmesser sind eine Art Verdrängungs-Durchflussmesser, die den Durchfluss von Flüssigkeiten durch Zählen der Umdrehungen präzisionsgefertigter Zahnräder im Inneren des Messgeräts messen. Die durch das Messgerät strömende Flüssigkeit treibt die Zahnräder an, wobei jede Umdrehung einem festen Flüssigkeitsvolumen entspricht und somit eine hochpräzise kumulative Messung ermöglicht. Sie werden häufig in Anwendungen eingesetzt, die eine genaue Dosierung viskoser Medien erfordern, und weisen folgende Kernmerkmale auf:
1. Hohe Messgenauigkeit und ausgezeichnete Wiederholbarkeit
Das Messprinzip basiert auf der Verdrängungsmessung, wodurch die Genauigkeit weniger von Änderungen der Durchflussrate, des Drucks und der Viskosität beeinflusst wird. Die typische Messgenauigkeit liegt bei ±0,2 % bis ±0,5 %R, die Wiederholgenauigkeit bei ±0,1 %. Dadurch eignet sich das System ideal für Anwendungen im Handelsbereich, beispielsweise für die Dosierung von Raffinerieprodukten, Schmierölen und hochwertigen chemischen Reagenzien.
2. Hohe Anpassungsfähigkeit an hochviskose Medien
Im Gegensatz zu Geschwindigkeits-Durchflussmessern (z. B. Wirbel- oder elektromagnetischen Durchflussmessern), deren Genauigkeit mit steigender Viskosität abnimmt, eignen sich Zahnrad-Durchflussmesser besser für die Messung hochviskoser Medien. Sie messen Flüssigkeiten mit einer Viskosität von 10 bis 1.000.000 mPa·s präzise, darunter Schweröl, Harze, Sirupe, Fette und Polymerlösungen, und sind auch für Medien mit geringen Verunreinigungen geeignet, ohne die Messstabilität zu beeinträchtigen.
3. Kompakte Bauweise und hohe Druckbeständigkeit
Die internen Komponenten sind einfach und kompakt und verfügen über keine komplexen Übertragungsmechanismen. Das Messgerätegehäuse besteht üblicherweise aus Edelstahl oder Gusseisen und ist für hohe Betriebsdrücke (bis zu 6,4 MPa oder bei kundenspezifischen Ausführungen sogar höher) geeignet. Es eignet sich für den Einbau in beengten Räumen und Hochdruck-Rohrleitungssystemen, wie beispielsweise Hydraulikkreisläufen in Industrieanlagen und Hochdruck-Kraftstoffleitungen.
4. Großer Regelbereich und stabile Leistung bei niedrigen Durchflussraten
Das Messverhältnis kann 1:10 bis 1:50 erreichen und ermöglicht so die präzise Messung sowohl hoher als auch niedriger Durchflussmengen. Insbesondere bei niedrigen Durchflussraten, bei denen andere Durchflussmesser nur schwer stabile Messungen durchführen können, gewährleisten Zahnrad-Durchflussmesser eine hohe Messgenauigkeit. Dadurch eignen sie sich für die präzise Dosierung und die kontinuierliche Messung kleiner Durchflüsse in der Chemie-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie.
5. Geringe Empfindlichkeit gegenüber den Bedingungen in der Pipeline vor und nach dem Pipelinesystem.
Für die Installation sind keine zwingenden geraden Rohrabschnitte erforderlich. Im Gegensatz zu elektromagnetischen oder Wirbelstrommessern, die lange gerade Rohrabschnitte zur Stabilisierung des Strömungsfeldes benötigen, können Zahnrad-Durchflussmesser in der Nähe von Krümmern, Ventilen und anderen Rohrleitungsarmaturen installiert werden. Dies vereinfacht die Installation vor Ort erheblich und spart Platz im Rohrleitungsnetz.
6. Relativ hoher Wartungsaufwand
Die präzisionsgefertigten Zahnradspiele sind sehr gering. Enthält die Flüssigkeit große Partikel oder Verunreinigungen, kann dies leicht zu Verschleiß, Blockierung oder Beschädigung der Zahnräder führen. Daher ist der Einbau eines hochpräzisen Filters vor dem Messgerät erforderlich. Darüber hinaus ist eine regelmäßige Wartung (z. B. Austausch von Dichtungsteilen und Schmieröl) notwendig, um die Dichtheit und Leichtgängigkeit der Zahnräder zu gewährleisten. Dies führt im Vergleich zu berührungslosen Durchflussmessern zu höheren langfristigen Betriebs- und Wartungskosten.
Veröffentlichungsdatum: 30. Dezember 2025