1. Anforderungen an gerade Rohrabschnitte (entscheidend für die Messgenauigkeit)
- Die Länge des stromaufwärts gelegenen geraden Rohrs muss mindestens 5DN betragen, die des stromabwärts gelegenen geraden Rohrs mindestens 2DN.
- Falls vor dem Zähler Krümmer, Ventile, Pumpen oder T-Stücke installiert sind, verlängern Sie das gerade Rohr vor dem Zähler auf 10DN.
- Um Strömungsfeldstörungen durch Drosselung zu vermeiden, sollten Regelventile stromabwärts des Durchflussmessers installiert werden.
2. Installationsposition und Regeln für die Belüftung
- Eine horizontale Installation wird bevorzugt, wobei die Elektroden horizontal ausgerichtet sein sollten, um zu verhindern, dass Luftblasen an den Elektroden haften bleiben.
- Bei vertikaler Installation muss die Flüssigkeit von unten nach oben fließen. Ein Abwärtsfluss ist verboten, um Luftansammlungen im Inneren des Rohrs zu vermeiden.
- Montieren Sie den Durchflusssensor nicht am tiefsten Punkt der Rohrleitung; nach dem Abschalten würden Restflüssigkeiten die Auskleidung und die Elektroden durchtränken.
- Installieren Sie Entlüftungsventile an den höchsten Stellen der Rohrleitungen und vor dem Messgerät. Eingeschlossene Luftblasen führen zu Signalschwankungen und ungenauen Messwerten.
3. Erdungsspezifikationen (Unerlässlich für korrosive und leitfähige Medien)
- Bei Abwasser, Salzlösungen, Säuren und Laugen müssen an beiden Flanschen des Sensors Korrosionsschutz-Erdungsringe angebracht werden.
- Der Durchflussmesser benötigt eine separate Erdungselektrode. Eine gemeinsame Erdung mit Wasserpumpen, Motoren und Ventilen ist nicht zulässig.
- Besteht die Rohrleitung aus nichtmetallischen Werkstoffen wie Kunststoff oder GFK, sind Erdungsringe zwingend erforderlich. Bei Metallrohrleitungen ist eine zuverlässige leitende Erdverbindung ausreichend.
- Streuströme verursachen elektrochemische Korrosion der Elektroden und Nullpunktdrift. Bei korrosiven Betriebsbedingungen ist eine strikte Erdung erforderlich.
4. Installationsunterschiede zwischen integrierten und Split-Systemen
- Wählen Sie den Split-Typ für Hochtemperaturmedien, erdverlegte Rohrleitungen und Werkstätten mit Säure- oder Salznebel. Montieren Sie den Konverter in gut belüfteten, korrosionsfreien und raumtemperierten Schaltschränken.
- Verwenden Sie separate, abgeschirmte Signalkabel zum Anschluss von Sensor und Konverter. Alle Kabelverbindungen müssen vollständig abgedichtet sein, um das Eindringen korrosiver Gase in die Leiterplatten zu verhindern.
- Für Rohrleitungen in Innenräumen mit normaler Temperatur und sauberer, nicht korrosiver Umgebung können integrierte Durchflussmesser eingesetzt werden, da diese die Verkabelung und Installation vereinfachen.
5. Besondere Montageanforderungen für korrosive Umgebungen
- Für Flansche sind herkömmliche Gummidichtungen nicht zulässig. Für stark saure, stark alkalische und salzhaltige Medien sind PTFE-ummantelte Dichtungen zu verwenden, um Leckagen durch Dichtungsquellung und -alterung zu vermeiden.
- Bestreichen Sie die Außenfläche des Sensorgehäuses mit Korrosionsschutzfarbe. Legen Sie Entwässerungsgräben um die Gräben für vergrabene Rohrleitungen an, um stehendes Wasser abzuleiten.
- Um den Sensor herum muss ausreichend Wartungsraum vorhanden sein. Das Messgerät darf nicht in engen, luftdichten Gruben zur regelmäßigen Überprüfung der Auskleidungs- und Elektrodenkorrosion eingeschlossen werden.
6. Passende Medien und Arbeitsbedingungen
- Die Leitfähigkeit der zu messenden Flüssigkeit muss die Mindestanforderungen des Messgeräts erfüllen. Reines Wasser, Öl und Gas können nicht gemessen werden.
- PU-Auskleidung für stark abrasive Schlämme und Suspensionen; PTFE-Auskleidung für stark saure und alkalische Medien; Gummiauskleidung für neutrales Abwasser. Optionale Elektroden sind je nach Medium aus Edelstahl 316L, Titan, Tantal oder Hastelloy-Legierung erhältlich.
- Vermeiden Sie einen längeren Betrieb ohne Röhre, da dies zu unregelmäßigen, sprunghaften Durchflussmesswerten führt.
7. Verkabelung, Schutz und Umgebungsbedingungen
- Um elektromagnetische Störungen zu vermeiden, sollten Signalkabel von Stromkabeln und Frequenzumrichtern ferngehalten werden.
- Für den Einsatz im Freien und in Küstennähe mit Salznebel sollten Konverter mit IP67 / IP68 Edelstahlgehäusen verwendet werden.
- In explosionsgefährdeten Bereichen sind explosionsgeschützte Durchflussmesser zu verwenden. Die Verkabelung und Abdichtung müssen vollständig den Explosionsschutznormen entsprechen.
8. Gestaltung der Instandhaltungsreserve
Installieren Sie Absperrventile und Bypassleitungen auf beiden Seiten des Zählers. Die Rohrleitung muss während der Wartung nicht vollständig abgesperrt werden, was die Demontage sowie die Reinigung der Elektroden und der Auskleidung erleichtert.
Veröffentlichungsdatum: 18. Juni 2026