Hochpräzise Messung:
Elektromagnetische Durchflussmesser funktionieren nach dem Faradayschen Induktionsgesetz. Fließt eine leitfähige Flüssigkeit (Abwasser und Wasser weisen eine gewisse Leitfähigkeit auf) durch ein Magnetfeld, wird eine elektromotorische Kraft induziert, deren Stärke proportional zum Durchfluss der Flüssigkeit ist. In der Praxis, beispielsweise in Kläranlagen und Wasserwerken, liefert diese Messmethode hochpräzise Durchflussdaten. So kann beispielsweise bei der Dosierung von Chemikalien in der Abwasserbehandlung durch genaue Durchflussmessungen sichergestellt werden, dass Chemikalien und Abwasser im richtigen Verhältnis gemischt werden, um eine optimale Reinigungswirkung zu erzielen.
Freifließende Teile:
Der elektromagnetische Durchflussmesser besitzt keine internen Komponenten, die den Flüssigkeitsfluss behindern könnten. So wird beispielsweise Rohwasser, das Sedimente, Algen und andere Verunreinigungen enthält, in Wasserwerken nicht durch diese Verunreinigungen blockiert. Auch die Zusammensetzung von Abwasser ist komplex und kann Feststoffpartikel, Fasern und andere Substanzen enthalten. Dadurch wird ein reibungsloser Durchfluss der Flüssigkeit gewährleistet, was die Wartungskosten des Geräts und Messfehler durch Verstopfungen reduziert.
Breites Übersetzungsverhältnis:
Sie können Durchflussmengen von sehr niedrig bis sehr hoch messen. Im Wasserversorgungssystem eines Wasserwerks schwankt der Wasserverbrauch tagsüber stark, beispielsweise mit Spitzenverbrauchszeiten und nachts mit geringem Verbrauch. Der elektromagnetische Durchflussmesser kann die Wassermenge bei unterschiedlichen Durchflussmengen präzise messen und sich an die Veränderungen der Wasserversorgung anpassen. Auch in Kläranlagen unterliegt der Abwasserstrom in den verschiedenen Behandlungsstufen großen Schwankungen, und der elektromagnetische Durchflussmesser kann diese ebenfalls effektiv erfassen.
Bidirektionale Messfähigkeit:
Bei einigen Abwasser- und Wasseraufbereitungsverfahren kann es zu einer Umkehr der Fließrichtung kommen. Beispielsweise kann dies in manchen Umwälzsystemen oder Pumpstationen von Kläranlagen während der Inbetriebnahme oder Fehlersuche auftreten. Elektromagnetische Durchflussmesser messen präzise sowohl die Vorwärts- als auch die Rückwärtsströmung und liefern so umfassende Daten für den Systembetrieb und die Überwachung.
Montagepunkte
Standortauswahl:
Um eine genaue Messung zu gewährleisten, sollte der elektromagnetische Durchflussmesser in einer Rohrleitung mit stabiler Strömung installiert werden. In Kläranlagen und Wasserwerken ist eine Installation in der Nähe von Strömungswiderständen wie Krümmern und T-Stücken zu vermeiden. Beispielsweise kann eine Installation des Durchflussmessers nahe dem Krümmer in der Schlammförderleitung einer Kläranlage zu Messfehlern durch Wirbelbildung und ungleichmäßige Strömungsgeschwindigkeitsverteilung führen. Der ideale Installationsort ist ein gerader Rohrabschnitt. Die Länge des stromaufwärts gelegenen geraden Rohrabschnitts sollte im Allgemeinen das 5- bis 10-fache des Rohrdurchmessers und die des stromabwärts gelegenen geraden Rohrabschnitts das 3- bis 5-fache des Rohrdurchmessers betragen.
Erdungsanforderungen:
Eine ordnungsgemäße Erdung ist für den einwandfreien Betrieb elektromagnetischer Durchflussmesser unerlässlich. Da diese auf dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion basieren, erfordert eine präzise Signalerfassung eine geeignete Erdung. In Kläranlagen und Wasserwerken, wo sich häufig zahlreiche elektrische Geräte und Störquellen befinden, ist der Erdung besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Im Allgemeinen sollte das Sensorgehäuse des Durchflussmessers separat geerdet werden, wobei der Erdungswiderstand unter 10 Ω liegen sollte. Bei metallischen Rohren kann das Rohr selbst ebenfalls zur Erdung genutzt werden; dabei ist jedoch auf eine einwandfreie Erdung zu achten.
Anforderungen an die vollständige Röhre:
Elektromagnetische Durchflussmesser benötigen eine vollständige Füllung der Rohrleitung. In der Abwasserpumpstation einer Kläranlage muss die Auswahl und der Betrieb der Abwasserpumpe sorgfältig erfolgen, damit das Abwasser ungehindert fließen kann. Befindet sich Gas in der Rohrleitung, beeinträchtigt dies die Magnetfeldverteilung und die induzierte elektromotorische Kraft, was zu ungenauen Messungen führt. Auch in der Wasserversorgungsleitung eines Wasserwerks ist beim Anfahren und Abschalten der Wasserzufuhr darauf zu achten, dass keine Luft in die Rohrleitung eindringt, um eine korrekte Messung des elektromagnetischen Durchflussmessers bei vollständig gefüllter Rohrleitung zu gewährleisten.
Wartungshinweise
Überprüfen Sie die Elektroden regelmäßig:
Die Elektrode ist die Schlüsselkomponente eines elektromagnetischen Durchflussmessers. In Kläranlagen und Wasserwerken kann die Elektrodenoberfläche durch Verunreinigungen im Wasser, wie beispielsweise Öl und Ablagerungen im Abwasser, bedeckt sein. Regelmäßige Reinigung der Elektrode gewährleistet die Messgenauigkeit. Im Allgemeinen kann die Reinigung chemisch erfolgen. Das geeignete Reinigungsmittel wird entsprechend der Art der Verschmutzung auf der Elektrodenoberfläche ausgewählt. Besteht die Elektrodenoberfläche beispielsweise hauptsächlich aus Kalkablagerungen, kann verdünnte Salzsäure verwendet werden. Nach der Reinigung muss jedoch gründlich mit Wasser nachgespült werden, um Reinigungsmittelrückstände auf der Elektrode und im Medium zu entfernen.
Zustand des Futters prüfen:
Die Auskleidung des elektromagnetischen Durchflussmessers schützt zwar das Sensorgehäuse, beeinflusst aber auch die Messgenauigkeit. Im Langzeitbetrieb von Klär- und Wasserwerken kann die Auskleidung durch Flüssigkeiten ausgewaschen und korrodiert werden. Beispielsweise kann es bei der Behandlung von stark saurem oder alkalischem Industrieabwasser in Kläranlagen zu Korrosion kommen. Um den einwandfreien Betrieb des Durchflussmessers zu gewährleisten, ist es daher notwendig, die Auskleidung regelmäßig auf Beschädigungen, Alterung usw. zu überprüfen und sie gegebenenfalls rechtzeitig auszutauschen.
Signalleitungsprüfung:
Die Signalleitung des elektromagnetischen Durchflussmessers überträgt das Messsignal. In der komplexen industriellen Umgebung von Klär- und Wasserwerken kann diese Signalleitung elektromagnetischen Störungen, Feuchtigkeit usw. ausgesetzt sein. Überprüfen Sie daher regelmäßig, ob die Signalleitung fest angeschlossen ist und ob Beschädigungen vorliegen. Sollten Störungen auftreten, können Maßnahmen wie die Abschirmung der Kabel die Stabilität der Signalübertragung verbessern.
Veröffentlichungsdatum: 05.11.2024